06.04.2014 CHRISTIAN KJELLVANDER (S)

06.04.2014 CHRISTIAN KJELLVANDER (S)

Bilder: Wenzel Oschington (http://www.irgendwo-nirgendwo.de)
Videos: Bridge The Gap

Melancholische Songs voller Gänsehautaugenblicke
Schwede mit gefühlvoller Stimme

Magdeburg (Moritzhof), 06.04.2014

Derzeit ist Christian Kjellvander mit seinem neuen Album „The Pitcher“ auf Deutschland-Tour. Im Rahmen der Magdeburger Songtage durfte man ihn am Sonntag im Moritzhof erleben.

Der Schwede mit der gefühlvollen Stimme entführt seine Hörer in ungeahnte melancholische, verträumte Welten. Ein wunderbarer Bariton mit Eleganz und Wohlklang, zu dem man sich sofort hingezogen fühlt.

Wenn Christian Kjellvander (ausgesprochen „Schjellwander“) singt, kommen spontan Erinnerungen an alte Eagles-Songs auf. Nicht ohne Grund. Denn schließlich wächst Kjellvander in Houston, Texas auf, wo er mit der Alt-Country-Szene in Verbindung kommt. Eine Zeit die ihn und seinen Musikstil wesentlich prägt.
Nach der Trennung seiner Eltern kehrt Kjellvander mit Mutter und Bruder nach Schweden zurück, wo er 1993 die Alternative-Country-Band „Loosegoats“ gründet. Den ersten Alben „For Sale By Owner“ und „Mexican Car In The Southern Field“ (beide 1997) folgen „Plains, Plateaus and Mountains“ (1999) und „Her, The City, Et Al“ (2001).

Als sich die Combo 2000 auflöst, nimmt Christian mit seinem Bruder Gustav im selben Jahr „Songs Of Soil“ auf und startet dann eine Solokarriere. 2002 erscheint sein Debüt „Songs From A Two-Room Chapel“, das in Eigenregie in der eigenen Zweizimmerwohnung entsteht.

Weitere Soloalben folgen, „Faya“ und „I Saw Her From Here/I Saw Here From Her“ landen sogar unter den TopTen der schwedischen Charts.

Die Reunion der Band „Loosegoats“, die Geburt seines Sohnes und der Tod seines jüngeren Bruders Gustav haben auf „The Pitcher“ ihre Spuren hinterlassen. Die besinnlichen Alternative-Country-Songs wurden in einer schwedischen Kirche aufgenommen, einem Ort, der zur Stimmung des Albums passt. Zwischen Trauer und Hoffnung entstand hier die wohl persönlichste der bisher sechs Platten. Mit Streichersätzen, balladesken Melodien, akustischen und elektrischen Gitarren erschafft Christian Kjellvander Songmonumente voller Gänsehautaugenblicke.