30.04.15 FELIX MEYER & ERIK MANOUZ (D)

30.04.15 FELIX MEYER & ERIK MANOUZ (D)

Bilder & Eintrag: Wenzel Oschington (http://www.irgendwo-nirgendwo.de)
Magdeburg (Moritzhof), 30.04.2015

Seine Bühnen sind nicht die großen Hallen, sondern die kleinen Clubs, die Straßen und Plätze. Fernweh treibt ihn an. Zusammen mit Percussionist Erik Manouz und Gitarrist Olaf Niebuhr – sie sind die Band project Île – tingelte er jahrelang quer durch Europa. Sein Zuhause waren die Fußgängerzonen und Plätze Europas.

Das Leben als Straßenmusiker hinterließ bleibende Eindrücke bei Felix Meyer: „Du siehst Menschliches, allzu Menschliches. Die erbärmliche Freak-Show und das ganz große Drama. Aber auch die kleinen Freuden, Sternstunden und das leise Wirken“. Und Meyer liebt das Drumherum, die Gespräche mit den Menschen. Diese Eindrücke verarbeitet der Wanderbarde in seinen Liedern. Meyers Debüt-Album „Von Engeln & Schweinen“, das er fortan unterwegs vertreibt, erscheint 2010. Nur zwei Jahre später dann das Studioalbum „Erste Liebe / letzter Tanz“.
Nach dem Erscheinen seines dritten Studioalbums „Menschen des 21. Jahrhunderts“ ist der Chansonier Felix Meyer endlich wieder unterwegs. Auf der „Landstraßenmusik Tour 2015“ machte er am Mittwoch Station im Moritzhof Magdeburg. Zusammen mit Erik Manouz, der ihn auf der Gitarre begleitete.

Dichtgedrängt lauschte das Publikum seinen Erzählungen und Liedern. Geschichten von „Kneipentouren“ und Tresenkonzerten, Erlebnissen und Begegnungen, die er auf seinen Touren machte. Und Meyer sprach die Dinge an, nannte sie beim Namen. Mit Ironie, Witz und nie ohne den notwendigen Ernst. „Die größte Frage der Menschheit auf dieser Erde ist, ob sie es irgendwann schaffen wird, alle satt zu machen.“ Sein Dank geht an Günther Jauch, „der herausgefunden hat, dass wir ein Flüchtlingsproblem haben“.
Die Faszination, die Felix Meyer ausstrahlt, liegt in der Sehnsucht der Menschen nach einem Leben, welches die meisten wohl nie selbst führen werden. Begierig schienen sie die Worte von seinen Lippen zu saugen. Ja, irgendwie kann man nicht genug von ihm bekommen. Ein wunderbares Konzert im Rahmen der Songtage.

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