12.04.2013 T&T WOLLNER UND THE BEATLES (D)

12.04.2013 T&T WOLLNER UND THE BEATLES (D)

Bilder: Jan Kubon
Eintrag: Peter Hofmann

Magdeburg (Feuerwache), 12.04.2013

Liebes Songtagebuch,

ich habe die halbe Nacht nach der Vorstellung wach gelegen und ein Wort gesucht.
Gegen Morgen kam es und klang wie Fabuliglückfunsolutiphastisch. Irgendwie so.
Ich gehörte zu denen, die T&T Wollners Beatles-Programm gesehen haben und nach der Vorstellung und den Zugaben grinsend lächelnd aus der Feuerwache gegangen sind. Ja, alle haben gelächelt
Ich bin kein Beatles-Fan, aber ich liebe viele ihrer Lieder. Auch die Wollners sind – glaube ich – keine Beatles-Fans, aber sie lieben viele ihrer Lieder. Und eben weil sie keine Fans sind, können sie sich völlig unbefangen ans Material wagen.
Zum einen in Englisch und zum anderen mit mit Tabeas deutschen Texten. Eleanor Rigby herzbrechend, der Blackbird und die Krähe, die Nachbarn in der Penny Lane und dem geilen Honig vom Haselnussstrauch.
Der Kaugummi für Johns Stimmapparat, der Rückspiegel für die Tränen von morgen und der Leierkastenmann, der barfuß auf dem Eis steht und spielt…
Irgendwie ist alles drin. Irgendwie passt alles.
Von Schubert über Walter Ulbricht bis Yeah! Yeah! Yeah!. Zwei Reportern, die, wie eigentlich alle Reporter, herrlich blöde Fragen stellen.
Von wegen „Klein“-Kunst.
Pointen purzeln, Andeutungen und Links werden mit Augenzwinkern angerissen und mit einer Beiläufigkeit, die einem zuweilen den Atem nimmt ob der Tragik des Alltags.
Die Wollners gehören sicher mit zum Besten, was den Beatles, ihren Fans und denen, die keine Fans sind, aber viele Songs lieben, passieren konnte.
Na gut, an der englischen Aussprache ließe sich noch arbeiten, das trübt das Vergnügen zwischendurch. Da klingt es doch etwas deutsch.
Aber da kann man ja noch dran arbeiten.
Ich habe selten ein so kurzweiliges Programm gesehen! Da steckt so viel Arbeit drin, dass man die Mühe und die Zeit, die dafür vergehen musste, einfach vergisst.
Ich habe selten – wenn überhaupt – ein Publikum gesehen bzw. gehört, das aus so voller Kehle mitgesungen hat: Love, love, love!
Oder so: Verdammt, war das schön.

So, liebes Songtagebuch: You say goodbye and I say hello…

Dein
Peter